Türkische Erbse auf dem Wochenmarkt

„Frag mal Mutti, ob sie die türkische Erbse noch kennt“, hallt es über den Wochenmarkt. Die alte Norddeutsche Perlbohne ist eigentlich keine Erbse, sie gilt als die vorzüglichste Gartenbohne unserer Region. Für das Traditionsgericht „Birnen, Bohnen und Speck“ ist sie unerlässlich.

Ihren Namen hat die türkische Erbse den kleinen weißen, erbsenrunden Körnern zu verdanken. Ob es sich dabei um eine „getürkte“ Erbse handele oder man die Bezeichnung als synonym für das Fremde nutzte, ist nicht bekannt. Ursprünglich kam die Bohne aus Südamerika, überliefert ist, dass die Patriotische Gesellschaft sich bereits 1797 für deren Anbau einsetzte. Für die großen Handelskonzerne ist sie wegen der relativ geringen Ernte uninteressant, auf den Wochenmärkten aber sehr beliebt, wenn die Ernte im Juni/Juli erfolgte.

Auf dem Neugrabener Wochenmarkt ist diese Sorte am Stand der Behn GbR zu finden, liebhaber sollten sich einen Vorrat anlegen. Bei dem aktuellen Wetter kann man auch im „Hochsommer“ mal ein rustikales Gericht wie „Birnen, Bohnen und Speck“ auf die Speisenkarte setzen!